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Marmorsteinbruch im Krastal

Biegt man kurz nach Treffen Richtung Afritz links ab, stößt man bald auf Kunstwerke, die die Straße säumen und den Weg zum Marmorsteinbruch im Krastal weisen. Eigentlich waren wir nur auf der Suche nach einem schönen glatten Stein für mein neues Mosaik-Projekt; gefunden haben wir einen riesengroßen beeindruckenden Steinbruch, dessen Marmor sowohl industriell als auch künstlerisch - für Bildhauersymbosien und Theateraufführungen - genutzt wird.

Leider kamen wir nicht in den Genuss einer Aufführung im 300 Zuschauer umfassenden Steinbruch-Theater, dafür aber sehr rasch ins Gespräch mit den ortsansässigen Künstlern. Gottfried, der gerade mit schwerem Gerät an einer tonnenschweren Marmorkugel arbeitet, erzählt uns Interessantes über die Bildhauerei. Zum Beispiel, dass ein Kubikmeter Krastaler Marmor über 2.500 Euro kostet, die Künstler das Material jedoch erst zahlen müssen, wenn sie ihr Kunstwerk verkauft haben.

Nur wenige hundert Meter vom Steinbruch entfernt steht das Bildhauerhaus, welches sowohl Künstlern als auch Kunstwerken Unterkunft bietet. Von den vielen - im Freien - ausgestellten Kunstwerken gefiel mir persönlich »make your own world« der Künstlerin Sibylle von Halem am besten. Aber auch die »Wiedergutmachungen« des Künstlers Michael Kos sind beeindruckend: Er vernäht Risse und Furchen von Findlingen, die neben den herausgeschnittenen Marmorblöcken ebenfalls im Steinbruch zutage gefördert werden.


Steinbruch-Theater


make your own world Wiedergutmachungen
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