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Autor Nüchtern betrachtet
Hubert
Veröffentlicht von: 2002-03-08 15:24
Voll inbrünstiger Vorfreude, und mit ungeduldigem Sehnen hoffte ich den gestrigen Abend herbei, an dem es mir zum ersten Mal in meinem Leben vergönnt sein würde, Klaus Nüchtern persönlich kennen zu lernen. Er sollte an diesem Abend im Gasometer-Entertainmentcenter aus seinem neuen Buch vorlesen.
Klaus Nüchtern ist an meinem bisherigen Leben absolut spurlos vorbeigegangen. Bis vor wenigen Tagen war mir die Existenz von Menschen dieses Nachnamens nicht nur gänzlich unbekannt, sondern auch total wurscht. Doch als ich dann las, dass er der Erfinder des Satzes "Rain on my crazy Bärenfellmütze" war, welcher, und das soll hier auch nicht unerwähnt bleiben, bis dato Wege beschritten hatte, welche ebenfalls einen gehörigen Sicherheitsabstand von den meinen einhielten, leuchtete in mir die Erkenntnis auf, dass mir hier ein großes Versäumnis zuteil werden würde, ließe ich mich dazu verleiten, den angekündigten Abend daheim in der Badewanne zu verbringen, wie ich es eigentlich vorgehabt hatte.
Nach einem Urlaubstag voller hektischer Hin- und Her-Rennerei auf der Suche nach Utensilien zur Verschönerung des eigenen Heims, kehrte ich des Abends heim in die Gasometer, um mich pünktlich um 18:30 Uhr auf den Weg ins Entertainmentcenter zu begeben. Nach langen Minuten des Wartens, die ich mir durch feingeistige Gespräche mit Anwohnern zu verkürzen suchte, trat ein Mann mit seitlich an den Kopf geheftetem Mikrofon ans Pult, der sich als der heftig erwartete Klaus Nüchtern zu erkennen gab, und sogleich bedauerte, das ihn das seitlich an den Kopf geheftete Mikrofon gehörige Schwierigkeiten beim Nippen am Bierglase bereite, was aber seiner Ansicht nach durch das gleichzeitig entstehende Rockstar-Feeling mehr als kompensiert würde.
Hingebungsvoll hing von nun an das Publikum an seinen Lippen, als er begann, sich im ersten Irrtum des Tages auszubreiten. Klaus Nüchtern glaubte sich an diesem Abend nämlich in Simmering zu befinden, wo doch jeder ortsansässige Geograph beschreiben, und sicherlich mit Hilfe vielfältigen Kartenmaterials demonstrieren und nachweisen könnte, dass das Entertainmentcenter zur Gänze im dritten Bezirk liegt.
Nun, es stimmt schon. Nüchtern wusste zwar viel über Rostbraten in ebenso schmackhafter wie schwerer Steinpilzobersauce zu berichten, mit dem er sich in Simmering den Wanst vollzuschlagen gedachte, und er sinnierte über Ehrengräber in Simmering, in welche Simmeringverachter nicht einmal ihre sterblichen Überreste zu deponieren wünschten, aber aus seinem Munde kam nie ein Satz wie: „Ich bin jetzt in Simmering", „schön, hier in Simmering zu sein" oder „schön hier zu sein, auch wenn es in Simmering ist". - Mit keinem Wort ließ er verlautbaren, dass er sich im 11. Bezirk wähnte, und doch ist es mein fester Glaube und meine tiefste Überzeugung, dass genau dies sein fester Glaube und seine tiefste Überzeugung war, weil ihm nicht bekannt war, sich just in dem Moment, in der so viele Worte über meinen neuen Heimatbezirk von sich gab, Dutzende Meter außerhalb jenes Bezirkes zu befinden, in dem die altehrwürdigen Gasometer standen, von denen er dankenswerterweise auch einiges zu berichten wusste.
Nach diesem ersten Irrtum flossen viele Worte aus seinem Munde, die bereits Jahre zuvor aus seiner Feder geflossen waren, und das dürstende Publikum sog diese Worte in sich auf, wie einst Jesus, dem ein Schwamm voll gesogen mit Essig gereicht wurde, um den Durst zu stillen, den er in seinen letzten Stunden zu erleiden hatte. Auch ich ward an diesem Abend trunken der Worte, die durch die Gehörgänge in mein Gehirn sickerten, und dort den Durst löschten, dessen ich mir zuvor gar nicht bewusst gewesen bin.
Doch dann entschied das Schicksal, dass es nun Zeit wäre für den zweiten Irrtum, von dem noch niemand ahnen würde, mit welcher Wucht er über mich und Nüchtern hereinbrechen würde:
Der begnadete Träger des seitlich an den Kopf angehefteten Mikrofons fand mit seiner Lesung ein Ende, und es wurde dem Publikum erlaubt, für nur 14,50 Euro pro Exemplar jenes Werk zu erwerben, aus dem der Autor soeben einige Stellen vorgetragen hatte. Dem Publikum wurde sogar die Gnade zuteil, vom Autor eine persönliche Widmung erbitten zu dürfen. Nun traf es sich gerade so, dass ich die ganze Zeit über neben jenem Bücherstapel verweilt habe, der dann, als Nüchtern das Ende gefunden hatte, zu Geld gemacht wurde. So ließ auch ich mich in meiner intellektuellen Trunkenheit verleiten, tatsächlich ein Buch zu kaufen, und erbat sogar die persönliche Widmung des Autors. Ehrfurchtvollen Blicks und mit feuchten Händen näherte ich mich dem Pult, an dem ich meine ersten Worte an den begnadeten Mikrofonträger und Biernipper richten durfte. „Für Hubert" hörte ich mich sagen. - Ich möchte an dieser Stelle ganz klar hervorheben, und kann es gar nicht ausdrücklich genug betonen, dass ich diese beiden Worte nicht nur gesagt habe, sondern dass ich laut und deutlich gehört habe, wie sie sich von meinen Lippen lösten, den umgebenden Raum erfüllten, und dann auf die Trommelfelle aller umstehenden Personen trafen, um dort auf raffinierte Weise ebendiese in solche Schwingungen zu versetzen, dass sich in den grauweißen Zellbatzen, die sich dazwischen aufhielten, wieder die Worte "Für Hubert" bilden mussten. Doch was schreibt dieser Schmierfink in das Buch, das ich so teuer erwarb? Er schreibt sehr bedacht und mit konzentriertem Blick „Für Robert"! Das ginge ja noch an, wenn ich einen Robert kennen würde, und des Gedankens schwanger wäre, ihm ein Buch von Klaus Nüchtern ins Osternest zu legen. Und tatsächlich schicke ich mit Lichtgeschwindigkeit die Abfrage „find Robert" an mein Personengedächtnis, und erhalte Nanosekunden später die Antwort „search yielded no results - please check spelling". Was also wäre nun zu tun frage ich mich, während der begnadete Mikrofonträger noch immer damit beschäftigt war, die Widmung für diesen unbekannten Robert zu Ende zu bringen. Ich raffte meine ganze Courage zusammen, räusperte mich, und erklärte, während er über die Tinte blies um sie zu trocknen, dass ich eigentlich Hubert heißen würde, und nun etwas irritiert sei über diesen Namen in meinem Buch, zu dem ich so überhaupt gar keinen Bezug hätte.
Klaus Nüchtern zeigte volles Verständnis, behauptete glaubhaft, dass ihm das peinlich wäre, und strich den Robert mit zwei zueinander parallelen Stichen, welche gemeinsam leicht gegen die Grundlinie geneigt waren, durch, und ersetzte Sie durch den Namen, den ich mir zwar nicht selbst ausgesucht habe, der aber trotzdem der meine war:
Hubert - Der im Geiste Leuchtende!
Autor Seltsames Poststück
Hubert
Veröffentlicht von: 2002-03-26 15:31
Werte Gemeinde!

In jenen Tagen, als ich zwecks Erholung und behufs beruflicher Fortbildung in der grünen Mark verweilte, fand ein höchst merkwürdiges Stück Papier den Weg in meinen Briefkasten. Es war ein Brief, adressiert an Annegret Pfeiffer in der Ungargasse. Als ich diesen Brief nach meiner Rückkehr in die geliebten Ziegeltürme sah, wunderten mich gleich mehrere Dinge zugleich, und es fällt mir schwer, zu ermessen, was mir damals seltsamer erschien, zumal nun der Tage Zahl, die zwischen den Auffinden des Briefes und dem Verfassen dieser Zeilen liegen, bald die Zahl der Finger meiner rechten Hand übersteigt.
Nun, ich kenne Annegret Rainer, mit welcher mich freundschaftliche Bande verknüpfen, und auch Herr Thomas Pfeiffer, für den mein Empfinden der Freundschaft kein geringeres ist, ist mir sehr wohl bekannt. Und obwohl mir seit einigen Monden bekannt ist, dass die beiden durch das viel stärkere Band der Liebe vereint sind, weiß ich nichts von einer Verschmelzung der Namen der beiden Freunde.
Desgleichen war mir völlig unverständlich, wie mich ein Brief ereilen konnte, der an eine Adresse in der Ungargasse gerichtet war, zumal ich mit dieser Gasse aber schon überhaupt gar nichts anzufangen weiß.
Als ich nun da stand, in der hell erleuchteten Halle der Postkästen, glitt mein Blick weiter über das Papier, und ich wurde eines Zusatzes gewahr, der nachträglich in auffallend roter Schrift neben die Adresse gesetzt war:

Empfänger unbekannt
zurück an Absender

Des Weiteren kreuzte ein dicker Strich im selben auffallenden Rot die blaue Schrift, in der die Adresse notiert war. (Um ehrlich zu sein: Ich nahm den roten Zusatz zugleich mit der durchgestrichenen Adresse war, aber es in dieser Reihenfolge zu schildern, wäre bei weitem nicht so spannend gewesen)
"So, so" dachte ich mir, und begann die Anschrift des Absenders zu suchen, und ich staunte nicht schlecht, als ich den Brief wendete, und ich dort, auf der Rückseite, in einer Schrift, die ich nie zuvor gesehen hatte, folgendes zu lesen bekam:
Abs.: Hubert Schölnast, Guglgasse 12/2/277, 1110 Wien
"Potz Blitz" schoss es mir durch den Kopf. Hatte ich selbst diesen Brief geschrieben, und an jemanden zu senden versucht, den ich nicht kenne? Wie konnte mir dieses Ereignis so gänzlich und absolut spurlos aus dem Gedächtnis entweichen? Führe ich ein Doppelleben, und war dies der Versuch meiner anderen Existenz mit mir Kontakt aufzunehmen? Man kann ähnliches ja bei R.L.Stephensons "Unheimliche Geschichte des Dr. Jeckill und Mr. Hyde" nachlesen. Dies würde zugleich erklären, wieso mir diese Schrift so unbekannt war, obwohl es doch offensichtlich die meine sein musste.
Nachdem ich mein Gedächtnis nach winzigen Spuren einer anderen Person durchsuchte, die sich meines Körpers bedient hätte, ohne dabei zu einem Ergebnis zu kommen, dämmerte in mir die Erinnerung an ein anderes Buch, das ich vor vielen Jahren gelesen habe. Es war ein kleiner Band mit Kurzgeschichten des Ephraim Kishon. Und wenige Tage zuvor unterhielt ich mich mit netten Freunden just über eine Geschichte, die doch große Ähnlichkeit mit einer der Geschichten dieses Buchs hatte.
In der Kishonschen Erzählung ging es um einen Mann, der beim Briefverkehr das Porto sparen wollte. So ließ er die Briefmarke kurzerhand weg, und notierte die Adresse des Empfängers an jener Stelle, wo der Postbote die Adresse des Absenders vermuten würde. Hingegen schrieb er auf die Vorderseite den eigenen Namen samt eigener Adresse. Der Held der Geschichte warf dann den unfrankierten Brief in einen Briefkasten seines Vertrauens.
In der Poststelle wurde der Brief, der ja keine Marke trug, nicht an den vermeintlichen Empfänger, sondern zurück an den Absender geschickt, verbunden mit der kostenlosen Ermahnung, doch eine Marke aufzukleben, da der Brief sonst nicht transportiert würde.
Diese Geschichte ging mir nun durch den Kopf, als ich den seltsamen Brief in der Hand hielt. Doch zwei Dinge stimmten nicht mir der Geschichte überein: Als Empfänger stand eine fiktive Person, also wusste ich noch immer nicht, von wem der Brief kam. Und der Brief trug eine Marke! Doch bei genauerem Hinsehen entdeckte ich, dass die Marke zweimal abgestempelt worden war. Da hat doch tatsächlich jemand eine gebrauchte Marke aufgeklebt, und auf diese Weise das Porto gespart.
Erleichtert, aller Wahrscheinlichkeit doch nicht am Syndrom der multiplen Persönlichkeit zu leiden, ging ich in meine Wohnung, um den geheimnisvollen Brief zu öffnen.
Es war Jürgen Lehner, der mir diesen Brief geschickt hat, und er schilderte darin, dass er nur versuchen wollte, ob der Trick mit dem Empfänger an der Stelle des Absender funktionieren würde.

Lieber Jutza!
Danke für diesen wirklich witzigen Einfall!
Dein Brief ist ungeöffnet bei mir angekommen, und ich musste kein Strafporto dafür bezahlen. Leider kann ich dir aber nicht sagen, wie lang er unterwegs war, weil ich nicht daheim war, als er ankam.

Liebe Grüße
Hubert
Jutza
Veröffentlicht von: 2002-03-26 17:15
*ROTFL*- Vorweg, dank´ Dir Hubert, daß Du uns erneut mit amüsantesten Lesestoff versorgst...
Quote:
On 2002-03-26 15:31, Hubert wrote:
"...Es war ein Brief, adressiert an Annegret Pfeiffer in der Ungargasse..."
Da ich mein (fast) allwissendes Handy nicht zur Hand hatte, und mir nicht und nimmer Annegret´s Nachnahme einfallen wollte, lag mir (wie naheliegend) Thomas´ auf der Zunge, welchen ich dann auch niederschrieb...
Quote:
"...mich ein Brief ereilen konnte, der an eine Adresse in der Ungargasse gerichtet war, zumal ich mit dieser Gasse aber schon überhaupt gar nichts anzufangen weiß..."
Ergab´ sich so, ehrlich gesagt weiß ich es selber nicht mehr...
Quote:
Empfänger unbekannt
zurück an Absender

Auf das hoffte ich ...
Quote:
"...auf der Rückseite, in einer Schrift, die ich nie zuvor gesehen hatte, folgendes zu lesen bekam..."

yeaah, Hubert hat meine Handschrift lesen können
Quote:
"...dämmerte in mir die Erinnerung an ein anderes Buch, das ich vor vielen Jahren gelesen habe..."

Ich weiß zwar nicht mehr wo und wann wir das besprochen haben, aber diese o.g. Geschichte war die Grundlage für dies´ Experiment... (ich weiß jetzt auch wieder warum ich ann´s + Thomas´ Namen nahm´- sie dürften wohl "in der Nähe gewesen sein" bei o.g. Buchzitierung)
Quote:
Lieber Jutza!
Danke für diesen wirklich witzigen Einfall! Dein Brief ist ungeöffnet bei mir angekommen, und ich musste kein Strafporto dafür bezahlen. Leider kann ich dir aber nicht sagen, wie lang er unterwegs war, weil ich nicht daheim war, als er ankam.

Gern geschehen, danke nochmals auch, daß Du Dich gleich als Versuchsperson zur Verfügung gestellt hast...
Und an alle Kinder noch eine Botschaft- Don´t try this at home !! (was an experiment !)
-------------
lg
Jutza
the Duke
Veröffentlicht von: 2002-03-26 18:43
*LOL*
Jutza du Schlingel! Echt coole Idee das!
Der Name is ja auch super gewaehlt! Bloed waer nur gwesen wenns in der UNgargasse eine A.P. gaebe hehe.
lg
Duke
Andi
Veröffentlicht von: 2002-03-26 19:07

Quote:
Jutza wrote...
Ich weiß zwar nicht mehr wo und wann wir das besprochen haben, aber diese o.g. Geschichte war die Grundlage für dies´Experiment... (ich weiß jetzt auch wieder warum ich ann´s + Thomas´ Namen nahm´- sie dürften wohl "in der Nähe gewesen sein" bei o.g. Buchzitierung)

Hallo!
Ich war auch dabei, als die Idee geboren ist - zumindest kann ich mich erinnern mit ein paar Leuten aus der Gruppe darüber gesprochen zu haben.
@Jutza: Vielleicht bei dem Prater-Rundgang in der Freudenau?
Gruss
Andi
speedy
Veröffentlicht von: 2002-03-26 20:40
"lach" muß gleich mal ausprobieren ob man auf die art und weise auch pakete verschicken kann, könnte so eine menge porto in meinem geschäft sparen! "schmunzel"
übrigens, um die adresse zu komplettieren, ich hatte10 jahre lang mein erstes comicgeschäft in der ungargasse.
Jutza
Veröffentlicht von: 2002-03-27 00:10
@Duke
richtig, da hätt´ ma/ich schön g´schaut... (aber die Wahrscheinlichkeitsquote lag´ auf meiner Seite )

@andi
zu erstmal: welcome back ! urlauber !
Ich glaub´, daß wir das bei unserer Praterrunde in Erinnerung gerufen haben, und ca. eine Woche voher, eben durch Hubert, bei einer abendlichen Verköstigung ("Völligung") bei einer gaanz lieben Nachbarin aufgegriffen haben...

@speedy
und warum "weggezogen?"- ist Doch keine schlechte Örtlichkeit...
A pro Po: hab´ Deine "Werbeeinstellung" in der Mall erblickt, ist zwar noch ein wenig "improvisiert" aber echt gut plaziert !!
-------------
lg
Jutza
Andi
Veröffentlicht von: 2002-03-27 01:45
@speedy:
Mit Paketen glaube ich wird das nicht klappen, da Du ja Pakete direkt am Schalter aufgeben musst und die Postbeamten kontrollieren, ob Marken draufpicken oder nicht bzw. ob Du bar zahlst oder nicht. Du bekommst bei einem Paket einen Aufgabeschein.
BTW: Wo hast Du eine Werbung im Gaso?
Muss gestehen, bin seit dem Urlaub erst 1x durch die Mall gegangen um Milch zu kaufen.
Gruss
Andi
annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-27 09:29

Quote:
On 2002-03-26 15:31, Hubert wrote:
Nun, ich kenne Annegret Rainer, mit welcher mich freundschaftliche Bande verknüpfen,

sollte mir die ehre zuteil werden mit dir freundschaftlich "verbandelt" zu sein, lieber huber, hätt ich nur eine kleine bitte: nachdem sich irgendwann mal - vor ca. 3 generationen - ein standesbeamter bei meinem urur-grossvater (oder wars doch ururur) verschrieben hat und aus dem "ai" ein "ei" machte, heiss ich nun schon seit bald 30 jahren reiner mit "ei". das kann man sich auch ganz leicht mit zuhilfenahme einer kleinen eselsbücke merken: annegret reiner = "rein wie wasser" oder auch "die reine unschuld".
liebe gruesse
annegret
annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-27 09:34

Quote:
On 2002-03-26 17:15, Jutza wrote:
Annegret´s Nachnahme

dann sollte also ich die postgebühr bezahlten? per nachnahme kostet's doch gleich das doppelte, oder? na ja, billig war ich noch nie ...
liebe gruesse
annegret
annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-27 09:40

Quote:
On 2002-03-26 18:43, theDUKE wrote:
Der Name is ja auch super gewaehlt! Bloed waer nur gwesen wenns in der UNgargasse eine A.P. gaebe hehe.

blöd wär tatsächlich gewesen, wenn dir mein "richtiger" name eingefallen wär, lieber jürgen. mich haben tatsächlich schon schriftstücke erreicht, bei denen nur vor-, nachname und bezirk gestimmt haben. und nachdem der 3. nicht allzuweit entfernt vom 11. ist ...
liebe gruesse
annegret
Jutza
Veröffentlicht von: 2002-03-27 09:49

Quote:
"...verschrieben hat und aus dem "ai" ein "ei" machte, heiss ich nun schon seit bald 30 jahren reiner mit "ei"..."

huiii, aber immer noch besser wie "Nachnahme" ??
Quote:
blöd wär tatsächlich gewesen, wenn dir mein "richtiger" name eingefallen wär, lieber jürgen. mich haben tatsächlich schon schriftstücke erreicht, bei denen nur vor-, nachname und bezirk gestimmt haben. und nachdem der 3. nicht allzuweit entfernt vom 11. ist ...

Führe mich nicht in Versuchung es zu testen...
Quote:
On 2002-03-27 09:34, annegret wrote:
dann sollte also ich die postgebühr bezahlten? per nachnahme kostet's doch gleich das doppelte, oder? na ja, billig war ich noch nie ...

uppss wie unpassend, für solche Fälle gilt unter meiner Grußformel angeführtes ...
-------------
lg
Jutza
Hubert
Veröffentlicht von: 2002-03-27 09:50
Oh Holde aus dem Ziegelturm!
Mit großer Scham muß ich gestehen, dass meine Finger sich gelegentlich meiner Kontrolle entziehen, und Buchstaben tippen, die von mir ganz anders beauftragt waren. So geschah es schon des öftern, dass ich ein "i" tippen wollte, und meine Finger ein "o" daran hingen, so dass daraus "io" wurde. Fast ebenso häufig neigen sie dazu, "e" und "a" zu verwechseln, was ich eigentlich überhaupt nicht nachvollziehen kann, liegen doch "w" und "s" dazwischen. Beim aufmerksamen Lesen meiner Postings wirst Du sicherlich auf solche a-e-Verwechslungen stoßen. Nichts desto trotz ist es unverzeihlich von mir, deinen wundervollen reinen Namen so entstellt und deformiert zu haben. Vieltausendmal erbitte ich Vergebung von dir in der Hoffnung, dass die Bande der Freundschaft darunter nicht leiden mögen.
Liebe Grüße
Hubert (mit "t" am Schluss!)
annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-27 10:09

Quote:
On 2002-03-27 09:50, Hubert wrote:
Liebe Grüße
Hubert (mit "t" am Schluss!)

ich glaub, jetzt sind wir quitt!
und wie bereits am 17. august letzten jahres im forum verewigt, bist und bleibst du mein "lieblingspoet" (mit "ai" oder "ei", "io" statt "i" und mit "t" oder ohne)!!!
annegret, dein groesster fan
Brigid
Veröffentlicht von: 2002-03-28 00:55
@Jutza: Die Idee war genial! Muss ich unbedingt ausprobieren.
@Hubert: Jetzt bin ich neugierig. Hab ich das richtig verstanden: Der Thomas und die Annegret sind ein Paar??
@Annegret und Thomas: Falls das stimmt, wär das nix für den Nachbartratsch gewesen???
Ich liieeeebe Liebesgeschichten....
Brigid
smtp
Veröffentlicht von: 2002-03-28 08:53

Quote:
On 2002-03-27 09:29, annegret wrote:
nachdem sich irgendwann mal - vor ca. 3 generationen - ein standesbeamter bei meinem urur-grossvater (oder wars doch ururur) verschrieben hat und aus dem "ai" ein "ei" machte, heiss ich nun schon seit bald 30 jahren reiner mit "ei".

Wenngleich, liebste Annegret, auch Dein "neuer" name nicht vor solch kuriosa gefeit ist - denn das dritte "f" bekam mein name auch erst vor etwa 125 jahren, als meine vorfahren noch mit "XXX" unterschrieben und die pfarrer auf gutdünken den namen schrieben.
Thomas Pfeiffer
(Nur echt mit den drei "f")
annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-28 09:12

Quote:
On 2002-03-28 00:55, Brigid wrote:
@Annegret und Thomas: Falls das stimmt, wär das nix für den Nachbartratsch gewesen???
Ich liieeeebe Liebesgeschichten....

war es doch, liebe brigid, war es! ich schätze mal so ca. 5 bis 10 minuten und dann gab's schon wieder interessanteres zu diskutieren ...
liebe gruesse
annegret


annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-28 09:20
ich will aber keinen "neuen" namen! finde meinen durchaus brauchbar und hübsch. ausserdem muss ich dafür sorge tragen (bei 4 schwestern und keinem bruder), dass dieser wunderbare name weiterhin bestehen bleibt ... ansonsten frage ich die post, ob sie einen neuen "spartarif" á la "reiner's nachnahme" einführt ... jürgen, hilfst du mir dabei? du hast ja augenscheinlich sehr gute connections zu diesem verein.... ??
liebe gruesse
annegret, die sich in ein paar stunden am weg in die toskana befindet (gaaanz zufällig mit einem gewissen herrn pfeiffer ....)
Jutza
Veröffentlicht von: 2002-03-28 09:27

Quote:
On 2002-03-28 09:20, annegret wrote:
"...ansonsten frage ich die post, ob sie einen neuen "spartarif" á la "reiner's nachnahme" einführt ... jürgen, hilfst du mir dabei? du hast ja augenscheinlich sehr gute connections zu diesem verein.... ?? ..."

ääähmm, connections eher weniger, denn sonst hätte ja der Brief den Weg zu Dir "gefunden"...
Aber das mit der Erweiterung Deines Nachnamens geht klar !!
Quote:
liebe gruesse
annegret, die sich in ein paar stunden am weg in die toskana befindet (gaaanz zufällig mit einem gewissen herrn pfeiffer ....)

ohhh, na dann schönen Urlaub euch beiden !!
*ichauchwollenurlaubfahren*
lg
Jutza
biagamasta
Veröffentlicht von: 2002-03-28 10:05

Quote:
ich will aber keinen "neuen" namen! finde meinen durchaus brauchbar und hübsch.

kompromissvorschlag: herr smtp koennte ja den namen "Reiner Pfeiffer" annehmen. so bleiben beide weiterhin im genuss ihres so hochehrwuerzigen namens.
PS: viel spass im toskanischen. und immer schoen brav und anstaendig bleiben!
-----------------
lg, Harald J. Zainzinger
Andi
Veröffentlicht von: 2002-03-28 12:51

Quote:
On 2002-03-28 00:55, Brigid wrote:
@Jutza: Die Idee war genial! Muss ich unbedingt ausprobieren.

Wenn das jetzt jeder ausprobiert, ist es kein Wunder, dass die Post rote Zahlen schreibt
Quote:
@Hubert: Jetzt bin ich neugierig. Hab ich das richtig verstanden: Der Thomas und die Annegret sind ein Paar??

Da kommt jemand früh drauf
Gruss
Andi
Autor Fliesen bohren
Hubert
Veröffentlicht von: 2002-03-25 14:20

Quote:
On 2001-08-25 14:53, annegret wrote:
bin profi-fliesen-bohrerin
Oh Queen der Gasometer, Göttin des Gartens, Hüterin des Zwerges und rosenumduftete Beherrscherin der Kristalllampe!
So unermesslich groß wie deine Weisheit ist auch das Geschick deiner Hände. Oh Schicksal, wie dank ich dir, dass du mich so einen unglaublich vieltalentierten Menschen kennen läßt!
Voll ehrerbietender Huldigung
Hubert
annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-25 16:14

Quote:
On 2002-03-25 14:20, Hubert wrote:
Oh Queen der Gasometer, Göttin des Gartens, Hüterin des Zwerges und rosenumduftete Beherrscherin der Kristalllampe!

du hast "Meisterin der Guglhupf-AssistentInnen" und "Besitzerin der Schwarzen-Loch-Blaufichte" vergessen, mein lieber!
Hubert
Veröffentlicht von: 2002-03-25 18:17

Quote:
On 2002-03-25 16:14, annegret wrote:
du hast "Meisterin der Guglhupf-AssistentInnen" und "Besitzerin der Schwarzen-Loch-Blaufichte" vergessen, mein lieber!

Ja, ja, so sind sie, die Frauen.
Da verbiegt man sich, dass die Bandscheiben des verbalen Rückgrads Purzelbäume schlagen, baut ihnen Paläste aus güldenen Worten, und serviert ihnen ein Parfait von genitivverketteten Schmeicheleien, garniert mit handgetippten Kommata, vor denen sich jeder lateinische Vokativ leise in Schamesröte hüllen würde, nur um Wohlgefallen und Frohsinn zu verbreiten, und was ist? - Es reicht nicht! Die Schwarzlochfichte fehlt! Und die Guglhupfassistentin auch!

Beherrscherin des Frauenforums, Meisterin des geknickten Sofas, und Beschützerin der ersten Gasometer-Schneekugel des Universums: Zu mir darfst du trotzdem ganz einfach "Hubert" sagen.

Liebe Grüße
Hubert
Gerald
Veröffentlicht von: 2002-03-26 13:24

Oh König der Worte, Meister der schmeichelnden Adjektive, Künstler der Sprache und eure Herrlichkeit, Hüterin der legendären Blaufichte....

Es freut ich echt wiedermal so was zu lesen, nach den vielen unschönen Worten die in der Community die letzten Tage gewechselt wurden.
So was liest man doch gerne, *ROTFL*

Der ergebenste grüne Daumen, Hüter des Zitronengrases und Kenner des Herbariums

Gerald
Hubert
Veröffentlicht von: 2002-03-26 14:30

Gerald, der Gründäumige!
Auch an Dich habe ich Worte zu richten, die ihre Wurzeln tief in meinem Inneren haben, und deren Blütenpracht ich Dir nun zuteil werden lassen möchte:
Der einst so dürr erscheinende Bund halb vertrockneten Zitronengrases, den Du mir in Deiner unendlichen Großzügigkeit überlassen hast, ist in der Obhut meiner bescheidene und kärglichen Wohnung zu neuem Leben erwacht. Erst spossen Wurzeln in großer Zahl aus der Pflanze hervor, der ich in einem Glas klaren und reinen Wassers auf meinem Schreibtisch Quartier angedeien lies.
Als mir dann schon bald schien, die Halme wollten ihre neuen Wurzeln benutzen, um gemächlichen Schrittes das Wasserglas zu verlassen, da wählte ich eine neue Heimstatt für dein ach so erbauliches Geschenk: Ich tat die Planze in einen wahrlich angemessenen Topf, den ich mit sorgsam gewaschenem Seramis füllte, und gab warmes Wasser hinzu, dem ich ein paar Tropfen des feinen Düngers hinzugesetzt habe.
Und siehe da: Nur wenige Wochen später hat sich die Länge der Halme mehr als verdoppelt, und die Freude in meinem Herzen ward groß.

Auch an Annegret, die Inkarnation der Herzlichkeit, selbstloses Zentrum der Hilfsbereitschaft, und Quelle der Freundlichkeit will ich noch sechzehn Worte richten: Von Dir lasse ich mich auch gerne "Lieblingspoet" nennen, wenn dir gerade der Sinn danach steht.

Liebe Grüße
Hubert
Gerald
Veröffentlicht von: 2002-03-26 15:03

Das erfreut mich aber, daß das Gras aus fernen Gefilden in den doch gar alten Gemäuern neueren Kerns doch gar trefflich gedeiht und wohl der Sproß einer GZG Generation (Gasometer-Zitronen-Gras) werden wird.
Darunter meiner Obhut trieb bisher eins von dreien gar willig aus, die andren Beiden überlegen noch ob sie derob des gar unwirtlichen Klimas fortbestehen sollen.

Grüße an alle GGG (Großen Gasometer GärtnerInnen)

Gerald
annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-27 10:00

ich bin ebenfalls schwer dafür, dass die netten umgangsformen im forum wieder angehoben werden muessen. dann fasse ich mal eben kurz zusammen ..

Queen der Gasometer
Göttin des Gartens
Hüterin des Zwerges
rosenumduftete Beherrscherin der Kristalllampe
Beherrscherin des Frauenforums
Meisterin des geknickten Sofas
Beschützerin der ersten Gasometer-Schneekugel des Universums
eure Herrlichkeit, Hüterin der legendären Blaufichte
Inkarnation der Herzlichkeit
selbstloses Zentrum der Hilfsbereitschaft
Quelle der Freundlichkeit
Queen der Gasometer
Göttin des Gartens
Hüterin des Zwerges
rosenumduftete Beherrscherin der Kristalllampe
Beherrscherin des Frauenforums
Meisterin des geknickten Sofas
Beschützerin der ersten Gasometer-Schneekugel des Universums
eure Herrlichkeit, Hüterin der legendären Blaufichte
Inkarnation der Herzlichkeit
selbstloses Zentrum der Hilfsbereitschaft
Quelle der Freundlichkeit
....

ok, ok! ich hör schon auf damit! aber ich kann's gar nicht oft genug lesen ...

hubert und gerald: was hält ihr von der idee einen seminarabend zum thema "der freundschaftliche umgang mit nachbarn" zu halten?? wir drei als vortragende und lebendes beispiel, wie's geht ...

liebe gruesse
annegret
annegret
Veröffentlicht von: 2002-03-27 10:15

ich hab noch ein's gefunden:
Holde aus dem Ziegelturm
auch ganz nett!
biagamasta
Veröffentlicht von: 2002-03-28 10:11

@superlativumhaeufte Neoschildbuergerin:

äääääährwiiiischt!!!!
bitte Du schummelst!
in Deiner langen litanei der kosenamen kommen ja alle eintraege doppelt vor!!!!!

anyway,
Harald J. Zainzinger


© Annegret Reiner August 2002