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WasserKünstlerstadt Gmünd

Die mittelalterliche WasserKünstlerstadt Gmünd widmet sich dem Thema wasser.reich auf ganz besondere Art und Weise: Über die ganze Stadt verstreut trifft man auf sogenannte »Kunstpunkte« - künstlerisch gestaltete, beleuchtete Ballone - die über der Stadt schweben und uns Besucher bei der Orientierung helfen. Sie führen zu den unterschiedlichsten Kulturpunkten, die allesamt dem Thema Wasser gewidmet sind.

Wir besuchten jedoch zuerst das Heimatmuseum, das wohl der bekanntesten Frau aus Gmünd gewidmet ist: Eva Faschauner. Die Geschichte erzählt Folgendes: Eva, die Tochter des Faschaunerbauern am Maltaberg, war des Lasters der Giftmisch- und der Vergiftung und des Eheleutemordes beschuldigt worden, welche als abscheuliche Thaten eine verschärffte Todesstraff nach sich ziehen. Wir schreiben 1770, als Eva Faschaunerin den Bauern Jakob Kary ehelichte. Bereits viereinhalb Wochen nach der Hochzeit starb Jakob unter merkwürdigen Umständen. Nach Einlieferung in den Kerker (das sogenannte »Loch« und Originalschauplatz des Museums) und mehrmaligen Verhören während ihrer dreijährigen Haft legte die Faschaunerin unter den Qualen der peinlichen Befragung ein Geständnis ab, dass sie ihren Ehegatten mit Arsenik vergiftet habe. Eva Faschaunerin war das letzte Opfer der peinlichen Befragung in Gmünd. Während ihres Verfahrens ging man daran, die Folter in Österreich unter der Regentschaft von Kaiserin Maria Theresia abzuschaffen. Im Museum sieht man nachgestellte Szenen aus dem Leben der Faschaunerin, original Gerichtsprotokolle und grauslige Folterinstrumente.

Ebenfalls ein bisschen grauslig ist das Kunstwerk »Schwebezustand« der Künstlerin Larissa Tomassetti. Wer will, kann sich hier in den Körper einer Wasserleiche hineinfühlen.

Im »Pankratium« erlebten wir die Wasserwelt des Staunens: Hier regen WasserKlangInstrumente, wie die begehbare Geige, der lautlose Wasserstrahl, die Wassertrompete oder die Schlögl Gongs und WasserKlangBilder, wie die Wassserspringschale oder die Videoinstallation »Lieser liebt Malta« die Fantasie der Besucher an.




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